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Sunday, 13 November 2011 11:19

(Regionale) Banken: Problemlösung als Problematik?

WRITTEN_BY  connormarc

Ich hatte nie die Gelegenheit, den „Ur-Vätern“ des regionalen Banking einmal persönlich zu begegnen, geschweige denn bei dieser Gelegenheit nachzufragen, wo sie selbst denn die zentralen Aufgaben des von ihnen begründeten, regionalen Verteilungswesens sahen. Schade eigentlich. Bleibt die vage Einschätzung, dass es sich schlicht und ganz allgemein um seinerzeitige "Problemlösungen" handelte.

 

 

 

 

 

 

 

Während damals aber eher dringliche „Verteilungsprobleme“ thematisiert wurden, wirken heutige Problemlösungsansätze auf mich eher fern einer offensiv debattierten „Verteilungsproblematik“. Ob das an der Ausdifferenzierung bzw. Zentralisierung der Bank-IT, die für mich alles andere als regional agiert, liegt? Möglich wäre es.

 

Eine These:

 

Da Bank-Rechenzentralen nicht regional  sondern flächendeckend orientiert sind, tragen sie keine innovativen Ideen zur Bewältigung von regionalen „Verteilungsproblematiken“ bei.

 

Aber wie lassen sich eigentlich regionale Verteilungsproblematiken fassen?

 

Es ist der Volksbank Bühl zuzuschreiben, von Zeit zu Zeit Themen aufzugreifen, die sich aus meiner Sicht, grob den Lösungsansätzen einer sog. „Verteilungsproblematik“ zuordnen lassen. Man kann sagen, die Bank schaut heute interessiert dabei zu, wie Menschen versuchen, technische Lösungsansätze in Verteilungsfragen herbeizuführen. Im Geiste der "Ur-Väter" des regionalen Verteilungswesens waren es zunächst noch die Banken selbst, die sich dieser Aufgabe gewidmet haben. Und das nicht ohne Stolz.

 

Dies ist Vergangenheit, denn es fehlt ihnen heute schlicht die Technik bzw. der gestalterische Zugriff darauf, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

 

Diese Technik von der ich behaupte, sie berge das Potenzial, die Menschen in der Region in der Lösung von Fragen der Verteilung von Geld jederzeit bestmöglich zu „dienen“ hat die Banken und die Regionen längst verlassen und sich, zu Gunsten einer standardisierten, flächendeckenden Datenverarbeitung bzw. einer allgemeinen Vereinheitlichung quasi „losgelöst“ von ihrem ursprünglichen Einsatzort. Diese Entwicklung mag allen relevanten, betriebswirtschaftlichen Zielgrößen entgegenkommen – auf Regionen wirkt sie abstrakt und befremdlich (Achtung: These).

 

Und, was aus meiner Sicht fast noch schwerer wiegt: Die Entwicklung von regional hin zu zentral hat die angeschlossenen, regionalen Banken im Laufe der Jahre/ Jahrzehnte in die „Beobachterrolle“ gebracht, die sie heute beinahe wie uniforme Statisten wirken lässt deren Bestimmung es ist, in regelmäßigen Abständen, standardisierte Produkte in einem zeitgemäßen Licht zu vermarkten. Ab und an darf dann noch „gestaunt“ werden, wie sich Menschen mittels Technologie auf den Weg machen, „Verteilung“ zu gestalten.

 

Agieren ist in dieser Sache für Banken (nahezu) unmöglich geworden.

 

Was aber bringt die IT „zurück“ in die Regionen bzw. ist diese Entwicklung überhaupt gewollt?

 

Die letzte Frage kann ich nur für mich selbst beantworten und was die Mittel angeht, sind es vielleicht tatsächlich „regionale“ Subsysteme im zentralen IT-Gefüge, die eine Anbindung der Regionen im Hinblick auf Verteilungsfragen fördern können.

 

Regionale Mikrospenden, in das zentrale Bank-IT-Gefüge implementierte Sammel-Subsysteme oder auch Sub-Plattformen, wie sie internetgestützt für die Stadt Hamburg zum Einsatz kommen sind keine universalen Problemlöser aber gleichzeitig ist es für mich auch wenig einsichtig, warum Menschen in Zeiten, in denen sich die reichsten 10% der Welt, 85% des Weltvermögens teilen (und das dürften veraltete Zahlen sein) nicht stärker von verfügbarer Bank-Verteilungs-Hochtechnologie profitieren dürfen. „Sozialromantik“ hin oder her.

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