Aber ich frage weiter nach. Warum ist das so?
Es zeichnet sich ab, dass man schon jetzt Anstrengungen unternehmen muss, den Überblick über verschiedene Sammelverfahren nicht zu verlieren und nur der Blick in die technische Struktur und hinter die, auf den ersten Blick, beträchtlichen Spendensummen zeigt:
Spende ist nicht gleich Spende und Computer nicht gleich Computer.
Was unterscheidet nun ein Sammelverfahren, wie das der "Bildungsspender" von regelmäßigen, automatischen Bank-Mikrospenden:
| Bildungsspender.de | Bank-Mikrospenden | |
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Sammelorganisation |
Fundraisingportal, Bildungsspender.de |
Regionalbank (Rechenzentrale) |
| Form des Sammelverfahrens |
Aktiv, durch Kopplung an Onlineshopping, SMS, oder direkte Onlinespende |
Passiv (Microscan) |
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Auszahlungsperiode |
jährlich |
monatlich |
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Wie oft spendet der einzelne Spender? |
unbestimmt, abhängig von jeweiliger,situativer Bereitschaft, mittels Bildungsspender.de online einzukaufen |
24 bzw. 48 mal jährlich /vorab definiert |
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Wie hoch fällt die einzelne Spende aus? |
Unbestimmt (Shopping, Direktspende) 5€ bzw. 9€ (SMS) |
0,00 - 0,99 units 0,00 - 9,99 units Zufallsbetrag bei Unter- / Obergrenzen |
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Anzahl Dauerspender? |
Unbestimmt | Alle Mikrospender werden regionale Dauerspender |
| Verwaltungskosten |
ca. 10% der Spendensumme, wobei kein Abzug erfolgt. 100% fließen lt. Betreiber den gemeinnützigen Organisationen zu. |
bis dato keine Angabe von Banken. Geschätzt: 5%-10% der Spendensumme. Auszahlung damit zwischen ca. 90% und 95% (Schätzung) |
| Kalkulierbare, regelmäßige Spendenauszahlung | nein | ja |
Soviel zu wesentlichen Unterschieden der beiden Verfahren. Und der Hauptunterschied ist gleichzeitig der offensichtlichste: Mittels Bildungsspender.de konnten bereits 252.128,00 € (Stand: 06.02.2011) gesammelt werden. Diese Summe verteilt sich auf bis dato 1.233 Einrichtungen (Stand 06.02.2011), was einem durchschnittlichen Spendenaufkommen in Höhe von 204,48 € entspricht. Es bleibt abzuwarten und spannend, wie sich der Gedanke der Kopplung von Spende und Onlineshopping letztlich neben bereits bestehenden Sammeldiensten behauptet und evtl. auch etabliert.
Durch automatische Bank-Mikrospenden wurden bis dato 0,00 units gesammelt. Das Subsystem bewegt sich als „soziales Plastik“ irgendwo zwischen Fiktion und Distributions-Utopie. Regionale Banken spenden bis zum heutigen Tag lieber selbst, statt dieses Geld in die Implementierung von Subsystemen zu investieren und damit die finanzielle Förderung von regionalen, gemeinnützigen Organisationen etwas weiter in den Verantwortungsbereich der Menschen vor Ort zu verschieben.
Und diese, z.B. von der Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken gespendete Summe fällt auf den ersten Blick beträchtlich aus. Über 80 Millionen Euro flossen im Jahr 2009 als Spenden auf die Konten von gemeinnützigen Organisationen, wie der Bericht über das gesellschaftliche Engagement des genossenschaftlichen Finanzverbundes vermerkt.
Ein Bruchteil dieser Summe und eine Verlagerung des Blickwinkels von „selbst spenden“ hin zu einem „spenden ermöglichen“ würde vermutlich ausreichen, die technische Infrastruktur im zentralen Rechensystem einer Bank für die Zukunft etwas „pro-sozialer“ zu gestalten.