Kaum ist die magische Grenze von 10 Twitter-Follower erreicht (Willkommen Ebay in Essen. Ich muss jetzt aber nichts aus euren Kleinanzeigen ersteigern, oder?) ist es an der Zeit, wieder einmal Inhalt zu liefern. Völlig kostenlos natürlich, was denn sonst? Wir befinden uns schließlich im www. Dies zeigt sich allerdings neuerdings als ein echtes „Reizthema“, mit dem man sich auch ruckzuck und völlig kostenlos unbeliebt machen kann.
Das ein oder andere Mal war es hier schon zwischen den Zeilen angedeutet und inzwischen gilt es fast schon als bewiesen:
Mikrospenden bei Banken gibt es bis dato nirgendwo auf der Welt. Was es nachweislich gibt ist eine einzige, vorsichtige Anfrage nach einem sog. „Subsystem“, das das automatische Sammeln ermöglichen kann. Und dieser Wunsch geht von einem Jugendtreff aus (Öffnungszeiten des Treffs: Mittwochs von 16:00 Uhr – 20:00 Uhr und Freitags von 16:00 Uhr – 21:00 Uhr)
Was muss das wohl für ein Freudenfest in der Geschichte des elektronischen Bankwesens gewesen sein, als die allererste Zinsbuchung automatisiert erfolgte. Jubelgesänge, High-five und Partystimmung überall. Zumindest bei den Menschen, die von diesem Zeitpunkt an die Zinsberechnungen nicht mehr mühsam mit Rechenschieber und Co. erledigen mussten (Quelle: Keine).
Mir stellt sich immer wieder mal die Frage, wie groß Dinge heutzutage sein müssen, um das zu können was sie können sollten. Wohlgemerkt in Zeiten, in denen viele ja ihr damaliges Großraumbüro unter dem Arm mit sich herumtragen.
Ich weiß nicht, wie es anderen Bankkunden geht aber immer wenn ich neuerdings meine Twitter-Bank-Timeline überfliege bekomme ich den Eindruck:
„Näher“ sind die Kreditinstitute bis jetzt noch nie an mich herangerückt. Und über Kredite wird zwar schon auch noch gesprochen, vielmehr aber über alles Andere. Und das von sunrise bis Ladenschluss.
In letzter Zeit denke ich hin und wieder: Meine Welt ist definitiv schwarz-weiß:
Peripherie und Zentrale.
System und Subsystem.
Bankfilialen und Bankzentralrechner.
Großspende und Mikrospende.
usw. usw.
Das soll überhaupt keine Warnung sein, denn ganz ehrlich: Ich freue mich ausnahmslos über jeden Menschen, der das von mir in Facebook nicht nur versteht sondern dem es auch noch gefällt. Ausnahmslos. Derzeit gefällt das einem Kreis von 6 Personen. Damit tauchen einige Fragen auf.
Natürlich verfolge ich keine Banken und Banker schon dreimal nicht. Zeit, Geld, Aufwand und generell mangelndes Interesse am Finanzmarkt sind hierfür nur einige Gründe.
Eines scheint sonnenklar zu sein: Das auf Spenden spezialisierte Subsystem ist ohne Algorithmen nichts wert und es scheint, ohne diese "Turbo-Problemlöser" wird sogar das gesamte Finanzsystem in der heutigen Zeit nicht nur todlangweilig sondern vor allem Eines: Schleppend lahm.
Über Geld spricht man, man hat es nicht. Dem ist leider nicht so, sonst würde sich das Thema Geld nicht weiterhin hartnäckig neben den 2 großen „Tabukollegen“ - Tod und Sex – behaupten.
Aber wenn schon Tabuthema, dann bitte bis an die Schmerzgrenze. Und diese verläuft bei jedem sechsten Bundesbürger mitten durch den "Dispo" und stellt das Bank-Mikrospenden-Verfahren auf die Probe. Regelmäßiges Spenden und "rote Zahlen". Geht das zusammen? Ich bin der Meinung: "Ja, es geht".