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Es gibt Menschen, die halten den Bank-Mikrospenden-Gedanken für wahrhaft komplex.

 

Allein die Vorstellung, dass es irgendeiner Bank irgendwann möglich sein könnte, einen Kontostand elektronisch zu erfassen, daraufhin eine Cent-Mikrospende zu ermitteln und diese auf ein Sammelkonto zu buchen sprengt die Vorstellungskraft vieler bzw. der meisten Menschen, mit denen ich spreche.

Für Banken gibt es mehr als nur einen guten Grund, sich nicht weiter für regionale Mikrospenden zu interessieren oder interessieren zu müssen:

 

Mal ist es die technische Realisierung des Subsystems, ein andermal die Ansicht oder schon Gewissheit, automatisches Spenden habe in unseren Regionen wenig bis kein Potenzial, sich zu einem ernstzunehmenden, Spendenkanal zu etablieren.

Diese Richtigstellung bezieht sich auf ein Schreiben der Rechtsabteilung einer Bank v. 12.11.2010, das sich inhaltlich mit einem Detail auf mikrospender.de beschäftigt, das bei uns in seiner Relevanz bis heute etwas unterschätzt wurde.

Menschen, die sich für automatisches Spenden interessieren bzw. sich dann auch noch öffentlich zu diesem Thema äußern sind mehr als rar. Demnach sind diese Gedanken und Äußerungen für mich nicht nur wertvoll sondern auch gleichzeitig mit der Lupe im weltweiten „Spendendschungel“ zu suchen.

Dieser Satz, so wie er hier steht, hat eher wenig Bedeutung oder Sinn für diesen Artikel – aber ich wollte ihn schon immer mal geschrieben sehen. Vielleicht auch nur als Reaktion auf die Fragen, ob denn automatische Mikrospenden von Mikrokrediten beeinflusst wurden oder ob es denn jetzt auch noch Mikrospenden geben müsse, wo doch inzwischen weltweit so fleißig Mikrokredite vergeben werden.

Wenn ich Pizza bestelle, dann ist es meistens die Nummer 150: Athen, d.h. Fetakäse, Peperoni, Oliven, fr. Tomaten. Auf die Idee, dass Spenden irgendwann mal durch den Magen gehen kann bin ich dabei allerdings nie gekommen. Dies schon alleine aus dem Grund, dass ich im Falle einer Bestellung vom Zeitpunkt des Anrufs an nur noch an eines denken kann: Den Verzehr der Nummer 150 . Essen war und ist bei mir jedenfalls immer mikrospendenfreie Zeit. Und das soll auch so bleiben.

Seit einigen Jahrzehnten machen sich manche Menschen Gedanken über das Phänomen, dass eine Aufgabe, die offensichtlich zu tun ist, trotz genügender Anzahl und Aufmerksamkeit dafür geeigneter Personen nicht ausgeführt wird. In der Verhaltensforschung kennt man diese öfters zu beobachtende Tatsache als „Bystander-Effekt“, der Überbegriff für diese Art des Nicht-helfens ist als „Verantwortungsdiffusion“ mehr oder weniger geläufig.

Ich bin ja seit ein paar Wochen dabei, ein kleines High-Tech-startup-Unternehmen mit Sitz in der Provinz zu basteln. Das Mitarbeitercasting konnte schon erfolgreich abgeschlossen werden (nun sind es schon Einer) und um das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen ist jetzt als nächstes wohl der Punkt Finanzierung dran. Heikel, heikel...heikel.

Ich gebe zu, ich mikrospende gerne und automatisiert bei einer Bank so richtig gerne. Gleichzeitig verstehe ich nicht, warum sich Menschen bei diesem Thema noch immer den Kopf über die scheinbar „ausufernde“ Mikrospenden-Bürokratie zerbrechen statt sich Gedanken über die regionalen Förderprojekte zu machen. Den bürokratischen Kopf haben sich Politik, Banken und Finanzämter längst für sie gemacht. Und das schon recht erfolgreich und mit praxisfreundlichen Effekten, wie ich finde.

Eben hat mich ein Kommilitone gefragt, was denn das Sammeln von Mikrospenden der Bank bringen würde und er meinte es ernst.

 

Ich gebe die Frage jetzt mal an mich zurück: Was bringt das Sammeln von regionalen Mikrospenden der Bank?

Dieser Monolog endet meistens nirgendwo, denn:

 

Solange ich nicht weiß was ein Subsystem kostet, kann ich kein verlässliches Angebot machen.

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