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Es ist Urlaub mit bis zu 35 Grad und dann das: Die Ereignisse überschlagen sich und plötzlich ist irgendwo von einer "Gemeinwohl-Ökonomie" und auch von einem "Aufstand des Gewissens" die Rede, während uns elektronische Sammelsysteme zunehmend in dasselbe hineinreden. Wenn es ein Falsch oder Richtig gibt, dann war es noch nie schwieriger sich zu entscheiden als heutzutage.

Man muss wahrlich weder Prophet noch Banker sein um guten Gewissens (?!) zu behaupten: Mikrospenden, Kleinstspenden oder Microdonations oder wie man sie nennen mag werden im Spendenwesen der Zukunft eine Rolle spielen. Ob nun Neben- oder Hauptrolle oder aber als Statist wird abzuwarten bleiben, denn wenn es um elektronische Spenden geht, führt kein Weg an den mündigen Kunden vorbei. Und ohne eine breitenwirksame Akzeptanz des jeweiligen Mikrospenden-Systems bleibt der Ansatz „wenig von Vielen“ weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

„Bei Geld hört die Freundschaft auf“. Das ist bekannt, das ist überliefert, das ist (hoffentlich) nur die halbe Wahrheit. Denn gerade Gemeinschaftsgärten, und davon wachsen nun neuerdings nicht gerade wenig in, an, um und auf städtischem Grund und Boden sollen nicht nur Pflanzen sondern eben auch Freundschaften gedeihen lassen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute. Zumindest die nicht gerade wenigen Menschen, die heute der Meinung sind, eine Bank sei ein Institut, hinter dessen Mauern oder Glasfassaden es nicht (immer) mit rechten Dingen zu gehe. Und wenn Wikileaks mit Informationen lockt, die dem Ruf der "Bank of America" nicht unbedingt zuträglich seien, dann ist schon einmal eines garantiert: Interesse. International.

Manchmal wünsche ich mir, die mir selbstgestellte Aufgabe wäre etwas weniger komplex oder eben einfach einfacher. Was hätte ich nicht alles Andere erreichen können in der Zeit, in der die Vorstellung entstand, ein elektronisches Subsystem könnte meine Defizite im Spenden korrigieren und gleichzeitig die gemeinnützige Einrichtung, in der ich tätig bin, auf der Höhe der Zeit mit finanziellen Mitteln versorgen. Alles wäre vermutlich einfacher gewesen als die 4 Wege, die ich nun einen nach dem anderen begehen werde. Und auch wenn es sicherlich deutlich angenehmer wäre, so etwas nicht allein zu unternehmen rate ich jedem anderen Menschen: "Please don't try this at home."

In Bälde startet die Sparkasse den Versuch, ihren Kunden Bargeld abzugewöhnen - mit Bankkarten, die einen „kontaktlosen“ Zahlungsverkehr ermöglichen sollen. Sollen sie doch ruhig, meinetwegen. Aber wenn mit meinem Bargeld aus der Tasche parallel auch potentielles, kleines Spendengeld verschwindet, wäre es dann doch anständig, diese Lücke bankseits ebenfalls mit Hochtechnologie zu schließen. Vielleicht gar kein so schlechter Zeitpunkt, sich einmal mit alternativen Bankspenden-Rechenmodellen auseinander zu setzen.

Zugegeben, auch ich halte Banken nicht gerade für die innovationsfreudigsten Institutionen, die ich kenne. Aber fachlich verwertbare Aussagen überlasse ich dann doch lieber den Brancheninsidern. Ich persönlich kann noch nicht einmal mit Gewissheit zuordnen, wer denn nun eigentlich im Bankensektor die Verantwortung für die Entwicklung von Apps, Personal Finance Management, Systeme und Subsysteme trägt.

Kommunal- oder stadtpolitische Entwicklungen im Bereich Soziale Arbeit, wie aktuell die bevorstehende Schließung bzw. der bevorstehende Standortwechsel des JZE Essen, stellen mich immer wieder aufs Neue vor die Frage des Vorhandenseins von Geld bzw. dessen Nicht-Vorhandensein. Die Einen nennen das Mangel oder Knappheit und sind mit dieser Erkenntnis dann mehr oder weniger zufrieden. Ich persönlich bin zunehmend genervt, ohne die Hoffnung auf neue Wege vollends aufgegeben zu haben.

Seit heute stellt die Volksbank Bühl in ihrem Blog die Frage „Social Payment auf dem Vormarsch?" Beachtlich ist nun für mich weniger die Fragestellung an sich, da das Thema ja nun nicht gerade seit gestern bearbeitet wird. Auch inhaltlich fühle ich mich jetzt vom Beitrag nicht gerade zur Diskussion herausgefordert, handelt es sich doch eher um eine recht allgemeine Vorstellung von Flattr und Kachingle.

Daran zweifeln wahrscheinlich die wenigsten Bankkunden: Die Zukunft wird „persönlich“ oder immerhin „persönlicher“. Einige Banken und ihre Kunden werden wohl näher zusammenrücken und online ist das auch gar nicht einmal so unbequem. Banken und Bankenkenner nennen das „Personal Finance Management“ und locken im Vorfeld mit bunten Diagrammen und virtuellen Beratern. Wer sich jetzt damit zufrieden gibt ist eigentlich fast schon selber Schuld.

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